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Ägypten - das Land der Pharaonen !

 

 

Flagg Ägypten

 

Karte Chile

Am 13.6.2003 flog ich in 3h30 mit Egypt Air von Wien nach Cairo.

Ägypten im Sommer ?

Davon hatte man mich gewarnt. Unerträgliche Temperaturen bis 50 Grad stünden mir bevor. Kein vernünftiger Mensch würde dorthin im Sommer reisen.

Weniger Touristen - billigere Preise - entgegnete ich, das alles sind auch Argumente. Zudem hab ich im Vorfeld auch ein bischen recherchiert (www.wunderground.com ist eine sehr gute Wetterseite) und die Temperaturen im Juni - Juli betragen in der Regel max. + 42 Grad im südlichen Landesteil.
Also nichts was ich nicht auch schon wo anders zu "ertragen" gehabt hätte ....
Die Aussage von unerträglichten Rekordtemperaturen im ägyptischen Sommer ist ein Märchen. Wesentlich höhere Sommertemperaturen, jenseits der 50 Grad - Marke findet man tatsächlich im Nahen Osten - Im Irak und in Kuwait.

 

 

 

Nach der Ankunft folgt ein Transfer ins schöne Oasis - Hotel. Die grüne Anlage vermittelt den Eindruck als befinde man sich irgendwo in einer Oase, keinesfalls im Moloch Kairo.


Gartenanlage im Hotel Oasis - Kairo


Am nächsten Morgen erfolgt der Besuch des ägyptischen Museums.

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In vielen westlichen Museen findet man beeindruckende Sammlungen ägyptischer Altertümer, aber keines bietet solche Reichtümer wie das Ägyptische Museum in Kairo.
Mehr als 120.000 antike Ausstellungsstücke befinden sich hier.


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Galerien des Alten, Mittleren und Neuen Reichs und natürlich die zahlreichen
Tutanchamun - Säle sind eine wunderbare Einstimmung auf das Land der Pharaonen.
Nachmittags dann ein Besuch der wirklich beeindruckenden Sultan Hassan Moschee und der Mohamed-Ali oder Alabaster Moschee


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Am nächsten Morgen besuchen wir das koptisch - christliche Kairo:
Die Kirche der Jungfrau Maria ist die spirituelle Heimat der ägyptischen Kopten.

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Im koptischen Museum sieht man hauptsächlich Ausstellungsstücke aus byzantinischer Zeit

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Sogar eine jüdische Gemeinde mit Synagoge gibt es in der doch sehr weltoffenen und liberalen Stadt.

Tags darauf stehen dann die wirklich bekannten touristischen Attraktion der ägyptischen Metropole auf dem Programm. Auf dem 40 m hohen Plateau am Rande der lybischen Wüste namens Giza befindet sich das:

Cheops Pyramide

Die fast 147 m hohe große Pyramide auch Cheops - Pyramide genannt.
4.500 Jahre alt ist sie natürlich die Touristenattraktion Ägyptens. Leider ist man hier von offizieller Seite auch sehr paranoid. Fürs Fotografieren und für Videoaufnahmen zahlt man extra. Je größer die Kamera, desto mehr. Für eine Videokamera auf dem Stativ will man unerhörte USD 180,00 ....
Gegen weiters Schmiergeld ist es dann auch überhaupt kein Problem mehr ins Innere der Pyramide vorzudringen....


Gang im inneren der Cheopspyramide

Nach einigen angenehmen Metern entlang der großen Galerie (Bilder fehlen hier), erreicht in gebückter Haltung die Sargkammer von Pharao Cheops. Diese befindet sich ziemlich genau im horizontalen und vertikalen Zentrum der Pyramide.
Hier befindet sich jedoch nur ein leerer geplünderter Sarg.


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Ein paar hundert Meter weiter "hinten" befindet sich die nächste Pyramide

Chphren Pyramide

Die Pyramide von König Chephren dem Nachfolger von König Cheops.
Sie ist mit 144 m Höhe etwas kleiner als die Cheopspyramide. Läßt sich aber gut von der großen Pyramide unterscheiden, weil sich an ihrer Spitze noch etwas von der Kalksteinverkleidung befindet.
Chephren's Nachfolger hatte auch eine Pyramide gebaut, wenn auch eine viel kleinere

Mykerions Pyramide

Die Pyramide des Mykerinos ist "nur" 66 m hoch. Vor der Chephren Pyramide befindet sich die weltberühmte Sphinx

Sphinx
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Aber nicht nur in Giza befinden sich großartigen Pyramiden und Bauwerke.
In Sakara ein paar km südlich von Kairo befindet sich ein Totenstadt, deren Belegungsgeschichte von der Frühzeit der 1./2. Dynastie bis in die Ptolemäerzeit reicht.
Diese Region wird völlig zu unrecht viel weniger häufig besucht, befindet sich doch hier
die erste Pyramide überhaupt.

Stufenpyramide

Die Stufenpyramide des König Djoser aus der 3. Dynastie um 2.560 v. Christus, besitzt 6 Stufen, eine Höhe von 60 m und als erster monumentaler Seinbau in der Geschichte der Menschheit zu betrachten.
Die Anfänge des Pyramidenbaus - sind hier zu sehen. Damals war man noch nicht in der Lage, ein wirkliche Pyramidenform zu erzeugen.
Auch andere verfallene Pyramiden befinden sich in der Nekropole von Sakara

Unas-Pyramide

Die Unas-Pyramide - die Pyramide von König Unas, dem letzten Herrscher der 5. Dynastie ähnelt bei einer Höhe von nur 43 m mehr einem Schutthaufen. Nur wenige km weiter südlich befindet sich das Pyramidenfeld von Daschur.

Knickpyramide


Hier befindet sich die Knickpyramide.
König Snofru (der Vorgänger von Cheops) verlegte zu Beginn der 4. Dynastie die köngiliche Nekropole von Sakara nach Daschur und befahl hier die Errichtung der ersten "richtigen" Pyramide. 2590 v. Chr. war das Know How für den Bau jedoch noch nicht völlig vorhanden und so mußte man den Neigungswinkel in halber Höhe deutlich reduzieren.
Die Pyramide erreichte immerhin eine Höhe von 105 m, wurde aber nicht für das Begräbnis des Königs verwendet.
Stattdessen befahl König Snofru den Bau einer weiteren Pyramide.

rote Pyramide
Die rote Pyramide wurde nach den negativen Erfahrungen bei der Knickpyramide gleich mit einem geringeren Neigungswinkel von 45 Grad gebaut.
Sie ist 101 m hoch und gilt als erste "richtige" Pyramide Ägyptens. Ihre Errichtung liegt zeitlich zwischen dem Bau der Stufenpyramide und dem der Cheopspyramide.

Über die Oase Faijum - Beni Hassan und Abydos und Dendera erreichen wir schließlich Luxor - das antike Theben.
Im Neuen Reich stieg Theben zur Hauptstadt Ägyptens auf.
Die Könige der 18. Dynastie hatten deshalb die Notwendigkeit ein neues Friedhofsgebiet für ihre Grabanlagen zu bestimmen.
Man verzichtete auf die traditionelle Pyramidenbestattung, da selbst gewaltigste Steinmassen den Schutz der königlichen Mumie nicht hatten gewährleisten können.
Deshalb field die Wahl auf ein 5 km vom Nil entferntes Wüstental des thebanischen Westgebirges.

Tal der Könige

Im Tal der Könige wurden die Pharaonen in Felsgräbern beigesetzt. Das Tal der Könige ist natürlich neben den Pyramiden und Abu Simbel - das kulturelle touristische Highlight Ägyptens

Touristen im Tal der Könige

Jeder Besucher bekommt ein Ticket für den Besuch von 2 Königsgräbern.
Leider sind Videokameras hier verboten. Die Gräber dürfen auch nur von außen fotografiert werden.

Grab von Tut Ench Amun

Hier entdeckte auch Howard Carter 1922 das Grab des berühmte, aber wahrscheinlich unbedeutenden Pharao Tun Ench Amun.
Die unermesslichen Grabbeigaben sind in den Tut Ench Amun Sälen im ägyptischen Museum zu bestaunen.

Aber auch Königin Hatschepsut ließ in Theben ihren Totentempel vor den steiklen Klippen des Westgebirges anlegen.

Hatschepsut Tempel

Wunderbare farbenprächtige Reliefkunst findet man im Inneren des Hatschepsut Tempel

wunderbares Relief im Hatschepsuttempel - Thutmosis III vor dem falkenköpfigen Sonnengott Re-Harachte beim Weinopfer

Hier etwa Königs Thutmosis III beim Weinopfer vor dem falkenköpfigen Sonnengott
Re- Harachte.

In der Stadt Luxor selbst befindet sich der gleichnamige Luxor - Tempel. Geplant und gebaut von Amenophis III, erweitert von Ramses II

Luxortempel

Sowie die faszinierende Tempelstadt von Karnak

Karnak Tempel

mit dem großen Säulensaal

Der große Säulensaal im Karnaktempel

und eindrucksvoller Relief-Kunst

Reliefkunst im Luxortempel

29,5 m hohe Obelisken Thutmosis I und Hatschepsut

Schließlich gönne ich mir am frühen Morgen eine Ballonfahrt über Luxor zum relativ günstigen Preis von
USD 120,00

Ballonfahrt - Luxor

und kann hier die Umgebung von Luxor aus der Vogelperspektive erleben

Dörfer Ballonfahrt über Luxor

Kurz nach Luxor streikt leider meine Fotokamera :-(, sodaß es ab hier keine Bilder mehr gibt.

Über Edfu (Tempel des Falkengottes Horus) und Kom Ombo (Tempel des Krokodilgottes Sobek) erreichten wir die große Stadt Assuan - die Hauptstadt Nubiens.

Hier besichtigten wir den gewaltigen Assuan Staudamm, die Ausgrabungen auf der Nil-Insel Elephantine, die Tempelinsel Philae, den Kalabscha-Tempel und den schönen botanischen Garten von Assuan.
Am vorletzten Tag in Ägypten brachen wir bereits um 4 Uhr früh auf um durch die Wüste entlang des Nasser Stausees ins 260 km entfernte und nur 40 km nördlich der sudanesischen Grenze gelegene Abu Simbel im Konvoi zu fahren.
Nach etwa 4 Stunden Fahrzeit erreichen wir Abu Simbel und bestaunen den Großen Tempel Ramses' II mit den berühmten kolossalen 20m hohen Sitzfiguren.
Mit dem Bau des Assuanstaudamms 1960 drohten diese Kulturtüger in den Fluten des entstehenden Lake Nasser zu versinken.
So wurden in eier beispielslosen Aktion die Monumentalfiguren aber auch die beiden Tempel ab der Jahreswende 1962/63 in 20 - 30 Tonnen schwere Blöcke zersägt und
180 m weiter landwärts wieder aufgestellt. Ab Mitte 1968 war der Umzug beendet.

Nach diesem letzten Highlight ging es via Assuan mit dem Flugzeug wieder zurück nach Kairo und am nächsten Tag nach Hause.
So endete eine 12 tägige interessante kulturelle Reise ins Land der Pharaonen.

Viel mehr Bilder insgesamt 133 befinden sich im Fotoalbum.

 

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