

Endlich war also nach 2 tägiger Seefahrt - Stanley die Hauptstadt der Falkland's erreicht.
Schade, daß wir wegen dem Sturm und der daraufhin eingetretenen Verzögerung einen geplanten Landgang auf Saunders in Westfalkland absagen mußten.
Wie auch immer - ein "Offizieller" kam an Bord der Maryshev und nachdem die Einreiseformalitäten abgewickelt waren, durften wir schon mit den Zodiacs nach Stanley fahren.
Man merkt, daß Falkland hauptsächlich von Kreuzfahreren angelaufen wird (obwohl es mitlerweile, daß heißt seit dem Falklandkrieg 1982 auch den internationalen Flughafen Mt. Pleasant gibt), denn direkt an der Anlandestelle gibt es ein Visitor Centre. Dort befindet sich auf dem Fußboden eine Karte der Inseln
Auf einem Spaziergang entlang der Ross Street der Hauptstraße von Stanley sieht man viele hübsche bunte Häuser
Die Falklands sind britischer als Großbritannien hört man immer wieder.
Hier ein Beweis
Ein schönes Motiv stellt auch die Kirche von Stanley da, davor ein Bogen aus Walknochen.
Wir haben auch viel Glück mit dem Wetter, obwohl erst Frühling und noch nicht Sommer, blühen bereits Blumen und Büsche, das Wetter ist sonnig und angenehm warm
Auf ein trauriges Kapitel in der Geschichte Falkland's weist das Liberation Monument hin
1982 sind ja argentinische Streitkräfte nicht nur in Falkland sondern auch in Südgeorgien einmarschiert und haben diese britischen Territorien anektiert als Islas Malvinas und Islas Georgias del Sur annektiert
Was niemand für möglich hielt, Mrs. Thatcher entsandte unverzügliche britische Truppen und die Falklands als auch Südgeorgien wurden im Falklandkrieg zurückerobert.
285 britische Soldaten kamen dabei ums Leben, ihnen wird hier gedacht ("Those who liberated us). Mehr als 2000 argentinische Soldaten, die bis zur Landung überhaupt nichts von Ihrem Einsatzzweck erfuhren, verloren ihr Leben)
War es das wert, so dachte ich mir mehrmals auf dieser Reise.
Aber noch heute erhebt Argentinien territorialen Anspruch auf die Falklands, Süd Georgien, die Süd Sandwitch Inseln und einen Sektor der Antarktis, der bis zum Pol reicht. Diese Gebiete sind noch auf allen argentinischen Landkarten als Islas Malvinas (arg.), Provincia Antartida e Islas del Atlantico sur, usw. bezeichnet.
Befremdlich, wenn man weiß, daß die Falklands von englischen und französichen Robbenfängern ursprünglich kolonisiert wurden, die Einwohner Falkalnds sich selbst als Briten sehen und auch die Antarktis ein Weltpark sein soll, wo Nationen nur Forschungsstationen unterhalten sollen, jedoch keine territorialen Interessen verfolgen sollen.
Argentinien war auch schon mal mit dem Nachbarn Chile fast im Kriegszustand wegen ein paar winzigen kaum bewohnten Insel im Beagle Kanal und man drohte die chilenische Hauptstadt Patagoniens - Punta Arenas - zu bombardieren.
Damals wurde der Schiedsspruch des Vatikans, nach dem diese Inseln chilenisches Hoheitsgebiet sein sollen von Argentinien anerkannt und ein Blutvergießen verhindert.
Nach dem Stadtbummel werden wir vom Tourism - Office zu einer kostenlosen "Bird - Watching" Tour eingeladen.
Man versucht den Tourismus hier wirklich zu promoten.
Nach wenigen Minuten Fahrt befindet man sich bereits mitten in der Natur
Bei einer 3 stündigen Wanderung können wir die typische Fauna erleben. Hier Magellangänse
Aber auch die falkländische Flora ist beeindruckend
Klippen und Küstenlandschaften begeistern
sowie fast "südsee-kompatible" Strände
Leider sind solche Überreste
und vorallem noch zahlreiche Minen aus dem Falklandkrieg, daß solche Traumstrände gesperrt sind
Viel hätte es noch zu sehen gegeben auf den Falklands. Durchaus ein Ziel für einen mehrwöchigen Aufenthalt. So könnte man von Punta Arenas in Chile oder auch sogar von Europa mit der Royal Air Force direkt hinfliegen und dort mit einer Yacht in 2 Wochen zahlreiche der äußeren Inseln "abklappern". Island Hopping auf Falkland wäre angesichts der schönen Natur durchaus reizvoll.
Aber leider ist unsere Zeit knapp bemessen und so müssen wir nach einem nur 7 stündigen Aufenthalt auf Falkland wir leider per Zodiac zurück auf das Schiff, denn unsere Überfahrt nach Südgeorgien steht bevor.
Mehr Bilder insgesamt 120 finden sich in der Fotogallerie.