Banner Äthiopien

Die größte Insel der Welt - Down Under

 

 

 

 

Karte Australien

Offiziell ist das Grönland
Für mich aber ist das Australien - Down Under.
Offiziell ist Australien ein Kontinent.
Da er aber im Gegensatz zu allen anderen Kontinenten nur einen einzigen Staat enthält, zähle ich Australien eben als Insel und ist daher würdig in diesem Forum besprochen zu werden ..... :-)

Im November 2004 konnte ich endlich meinen letzten Kontinent besuchen.

Aber welche Region beim ersten Mal besuchen ?
Das rote Zentrum, die Ostküste mit dem Great Barrier Reef,
die unbekannte Ostküste, oder Down under in Down Under - Tasmanien.

Australien, das ist für mich in erster Line der Ayers Rock, roter Sand, Steppe und Wüste und daher war die Entscheidung dann auch leicht gefaßt.

Vor genau 1 Jahr am 30. Oktober 2004 bestieg ich um 22.50 den Quantas Flug Frankfurt - Singapore.
Nach 12 Stunden Flug und weiteren 3 - 4 Stunden Aufenthalt dann
eine weitere Quantas Maschine von Singapore nach Melbourne.
7 Stunden dauerte diese Etappe und nach insgesamt 19 Flugstunden landete ich in der Metropole Victorias in Melbourne der 2. größten Stadt Australiens.

Victoria a place to be: So konnte man an den Autokennzeichen dieses Bundesstaates lesen.
Aber zu nächst einmal wars eine eher unangenehme Überraschung.
Beim Abflug in Europa am 30. Oktober war es noch angenehme 15 - 16 Grad warm.
Bei der Landung am frühen Morgen des 1. November in Melbourne nur 5 Grad Celsius.
Und das obwohl hier doch hier gerade der Sommer beginnen sollte, weil die Jahreszeiten ja umgekehrt sind als auf der Nordhalbkugel.
Im Laufe des Tages dann etwas wärmer, aber immer Regenschauer dazwischen.
So hab ich mir Australien eigentlich nicht vorgestellt. Da hätte ich auch im Euroland bleiben können :-(

Weil ich eher wenig Zeit hab und auch der Linksverkehr nicht so meine Sache ist, hab ich bereits zu Hause ein Tour mit einem australischen Veranstalter gebucht.
Von Melbourne quer durch den Kontinent mit dem Bus nach Darwin solls gehen.

Die erste Etappe führt mich an einem Tag von Melbourne nach Adelaide.
Dabei überqueren wir nicht nur die Grenze zu Südaustralien sondern passieren auch den Kältepol Australiens.
Wieder nur 5 - 6 Grad Aussentemperatur und dabei schütet es wie aus Gießkannen.
Eine Mitreisende aus GB protestiert dann auch lautstark:
"This is like in the UK ! " .... :-) Adelaide die Haupstadt von Südaustralien ist eine schöne grüne Stadt. Ich bin auch positiv von Architektur der australischen Städte überrascht. Ebenso von den australischen Kochkünsten und dem australischen Bier.
Das Wetter ist aber nachwievor viel zu europäisch.
Tag 2 führt dann in den Flinders Range Nationalpark einige 100 km nördlich von Adelaide.
Auf halbem Weg ein Stop im Barossa Valley - dem australischen Weinanbaugebiet.
Darauf hätte ich gerne verzichten können.
Nicht weil der australische Wein nicht munden würde.
Aber wenn ich sowas sehen will, dann bleib ich zu Hause.
Auch die hügelige Landschaft, der Riesling Trail, das Wetter erinnern mich an meine Heimat. Dafür brauch ich wirklich keine 19 Stunden zu fliegen um sowas zu sehen.
Endlich gehts weiter in den Flinders Range National Park.
Doch am nächsten Morgen schüttet es wieder wie aus Gießkannen.
Es ist zum verzweifeln.
Als es etwas aufklart, wandern wir doch durch den Park, sehen unsere ersten Känguruhs. Aber von der Landschaft sehen wir nicht viel, alles ist in Nebelschwaden gehüllt.
Also gehts gegen Mittag zurück an die Küste nach Port Augusta, wo wir das Outback Center besuchen.
Ein sehenswertes Museum mit dem Thema der Erschließung Südaustraliens. Perfekt multimedial umgesetzt nach US - Vorbild.
Was kann man auch sonst bei so einem Sch .... Wetter machen.

Am 4. Tag gehts endlich los, es geht nun unaufhaltsam nach Norden mit dem Ziel Coober Pedy der Opalstadt Südaustraliens.

Nach 8 - 10 stündiger Busfahrt erreichen wir Coober Pedy schon tief im Outback gelegen. In dieser Bergwerkstadt schürft lebt man wegen der großen Hitze unterirdisch.
Nur warum merken wir nichts von dieser Hitze. + 50 Grad soll man hier im Sommer messen und mehr. Als wir ankommen hat es maximal + 15. Dafür bläßt ein heftiger Wind, sodaß irgendwie kein Sommerfeeling aufkommt.
Wir bekommen eine Führung durch eine Opalmine. Danach wird das ganze eine übliche Verkaufsveranstaltung mit dem Ziel soviel Edelsteine wie möglich zu verkaufen.
Die Juwelierläden vermitteln das Ambiete von Weltstädten in einem Wildwestnest im Outback. Paßt irgendwie nicht zusammen.
Ist auch nicht mein Ding und so ziehe ich mich in mein unter der Erde liegendes Zimmer zurück.
Südaustralien bis jetzt, hätte ich mir durchaus sparen können.
Stadt der Weinverkostung und dem Flinders Range Park, hätte ich viel lieber das Tierparadies auf Känguruh Island südlich von Adelaide besucht ...

Aber an Tag 5 sollte das Hightlight einer Australien - Tour auf dem Programm stehen.

Wieder ein lange Etappe von Coober Pedy nach Yulara - dem Feriendorf am Uluru - Ayers Rock !

Als wir am frühen Morgen das Nest Coober Pedy verlassen fahren wir zunächst durchs eine Wüstenlandschaft die durch zahlreiche
aufgeschüttete Hügel der Opalsucher gekennzeichnet ist.
Das erste für mich irgendwie ästhetische Landschaftsszenario.
Als wir weiter nach Norden kommen überqueren wir die Grenze zum Bundesstaat Nordaustralien und das Wetter wird erstmals schöner. Die Sonne kommt durch, die Bewölkung verschwindet und es wird angenehm warm .... :-)
Es wird zum ersten mal wirklich Australien :-)
Als wir am späten Nachmittag in Yulara Ayers Rock Resort angekommen, erlebe ich wirklich schönes warmes Wetter, wie bei uns im Hochsommer.
D.h. zum ersten Mal die kurzen Hosen raus und ein T-Shirt an.
Auf einer Sunset-Tour erleben wir dann dieses Szenario:

Uluru - Ayers Rock

Am nächsten Morgen unternehmen wir den Mala Walk. D.h. in 90 min. Umrunden wir den Uluru.
Es besteht auch die Möglichkeit den Felsen zu besteigen.
Die hier lebenden Aboriginies bitten jedoch dies zu unterlassen, weil der Uluru in deren Mythologie heilig ist.
Außerdem ist der Felsen sehr glatt. Es sind zwar an vielen Stellen Steile angebracht. Trotzdem ist dies sicher kein so ganz einfaches und harmloses unterfangen, da man sich hier nirgends richtig halt findet. Zudem setzt am späten Vormittag wieder leichter Regen ein. Der Aufstieg wird dann gesperrt. Aber wenn man schon oben ist und wieder runter muß, dann hat man noch einen überaus rutschigen Abstieg vor sich ....
Am Nachmittag besteht die Möglichkeit einen Rundflug über den Rock und die Olgas zu unternehmen.
Etwa 100 AUD kostet eine 1/2 Stunde.
Die Aussicht ist schon beeindruckend.
Aber in der winzigen Cessna sitzen 4 Passagiere wie gequetscht drinnen und das Filmen und Fotografieren ist dementsprechend schwierig.

Am darauffolgenden Abend gehts zu den 29 km weiter entfernten Kata Tjutas - den Olgas weiter. Diese runden Kuppeln sind ebenso sehenswert wie der Uluru, wenngleich weniger bekannt hier in Europa.


Tag 7 führt uns zum Watarrka National Park- dem Kings Canyon. Einer kleineren Ausgabe des Grand Canyons. Trotzdem durch das typisch rote Gestein ist auch diese Schlucht ein wirkliches Erlebnis für naturbegeisterte. Wir steigen zuerst steil auf den oberen Rand des Canyons um schließlich auf einer 3 stündigen Wanderung die Schlucht von oben zu bestaunen.
Bei den mitlerweile vorherrschenden Temperaturen von + 36 Grad am frühen Nachmittag entsteht zum ersten Mal soetwas wie ein Durstgefühl.
Wir sind im roten wüstenhaften Zentrum von Down Under !!

Katatjua - Die Olgas

Tag 7 führt uns zum Watarrka National Park- dem Kings Canyon. Einer kleineren Ausgabe des Grand Canyons. Trotzdem durch das typisch rote Gestein ist auch diese Schlucht ein wirkliches Erlebnis für naturbegeisterte. Wir steigen zuerst steil auf den oberen Rand des Canyons um schließlich auf einer 3 stündigen Wanderung die Schlucht von oben zu bestaunen.
Bei den mitlerweile vorherrschenden Temperaturen von + 36 Grad am frühen Nachmittag entsteht zum ersten Mal soetwas wie ein Durstgefühl.
Wir sind im roten wüstenhaften Zentrum von Down Under !!

Watarrka National Park - Kings Canyon

Auch hier gibts einen Rundflug. Dafür diesmal mit dem Helicopter, was noch teurer als mit dem Flugzeug ist, dafür aber von der Sicht und den Platzverhältnissen irgendwie besser ist.

Tag 8 bringt uns nach Alice Springs der nur 25.000 Einwohner zählenden Hauptstadt von Nordaustralien.
Das Wetter wird immer wärmer und wüstenhafter. + 39 Grad messen wir hier bereits am nachmittag und die ersten Touristen beginnen zu stönen .... :-)

Wir besuchen das Headquarter der School of Air. Alle Kinder Austaliens die aufgrund ihrer abgelegenen Wohngebiete keine Schule besuchen können, erhalten audivisuellen Unterricht.
Jede noch so entlegene Farm erhält einen Internet-Anschluß höchster Kapazität zur live-Übertragung des Unterrichts.
Das geschieht mittels Up- und Downstream von Sat-Anlagen.
Der australische Staat läßt sich dies eine Menge kosten.
Ebenso interessant ist das Flying Doctor Service, das auch in
Alice Springs beheimatet ist.
Tag 9 beginnt mit Demonstrationen eines Aboriginies über die Kunst
in der Wüste zu überleben, Wasser zu finden und endet am Vormittag mit einer Folklore - Darstellung. Zu der leider keine Videokameras erlaubt sind. Fotografieren dagegen ist gestattet.
Was ich nicht ganz verstehe ...

Zu Mittag besuchen wir Stanley Chasm, eine nur weniger Meter breite Schlucht, die nur während 20 min genau zur Mittagszeit von der hochstehenden Sonne iluminiert wird.
Weiter gehts zu Simpson Gap, einer Schlucht in der nähe von Alice.
Bevor wir schließlich den interessanten Territory Wildlife Park besuchen. Hier wird sehr schön die Fauna und Flora der australischen Wüste ausgestellt.

Tag 10 ist wieder ein langer Tag mit dem Tagesziel Tennant Creek.
Unterwegs gibt es außer roter Wüste nichts herausragendes.
Bis auf Wycliffe Well - dem nicht ganz enrst gemeinten Ufo - Zentrum von Australien.
Ein schöner Stop dagegen bei den Devils Marbles.

Devils Marbles

Diese weniger bekannte Attraktion begeistert mich umso mehr, als hier kaum Touristen anzutreffen sind. Deswegen ärgert mich umso mehr, als man uns hier nur 20 min. zugestehen will, weil sich die Reiseleiterein aufgrund der hohen Temperaturen von + 40 Grad im Schatten (nur Schatten gibt's keinen) um das Wohlergehen der Teilnehmer sorgt ....
Schade ich wäre an diesem auch für die Aboriginies mystischen Ort gerne länger geblieben.

Am frühen Nachmittag erreichen wir die 4000 Seelen Metropole Tennant Creek. Ein rauhes Wildweststädtchen am Stuart Highway, der ja von
Port Augusta nach Darwin führt.
Hier gibt es außer einem Goldbergewerk durch das wir geführt werden nicht viel. Außer großer Hitze. Und wirklich schön langsam erleben wir sie
die Hitze des Outbacks. Erneut + 40 Grad aber noch am frühen Abend und es kühlt auch in der Nach kaum ab.
Im bescheidenen Motel wird die Air Condition angemacht, aber diese ist so laut, daß man die Ohrenschützer aus dem Bergewerk gebrauchen könnte. So kann ich nicht schlafen. Also Air Condition aus, und besser bei wüstenhaften Temperaturen jenseits der 30 Grad im Zimmer schmelzen ....

Tag 11 bringt mich nach Katherine. Dazwischen gibts Stops bei urigen Roadhouses und Pubs wie Daly Waters, bis wir an den Thermalquellen von Mataranka halten.
Hier gibts erstmals nach der Wüste wieder grüne Vegation, ja eine richtige Oase, in deren Mitte eine Thermalquelle von + 34 Grad zum Baden einlädt.
Trotz dieser + 34 Grad ist das eine Erfrischung, weil es draußen wesentlich wärmer ist, zudem haben wir hier im Norden bereits eine nicht unerhebliche Luftfeuchtigkeit. Es wird deutlich tropischer. Wir haben die Wüste bereits hinter uns gelassen.
Wunderschön verstecken sich in der grünen Vegetation ein paar Walalbys. Im Norden sind die Känguruhs deutlich kleiner und werden Wallaby's genannt.

Am Abend erreichen wir die 2. größte Stadt des Northern Territories -
Katherine mit etwa 11.000 Einwohner.
Hier gibt es Bilder von der großen Überflutung im Jahr 1998.
Wir befinden uns bereits in den Tropen mit ausgeprägten Regen und Trockenzeiten. November ist bereits das Ende der Trockenzeit und in ein paar Wochen wird die Regenzeit beginnen, dann kann wieder alles meterhoch unter Wasser stehen.
Wir begenen zahlreichen deutschen Reisegruppen, die das Land andersrum von Norden nach Süden, von Darwin nach Melbourne bereisen.
Meiner Meinung nach genau der falsche Weg. Man beginnt im faszinierenden Outback, fernab der Zivilisation und endet im immer langweiligeren Süden. Man hat so die Highlights am Beginn des Trips umd dann in der Langweiligkeit großer Städte zu enden. Von der
"Reisedramaturgie" ist dies meiner Meinung nach ganz falsch.
Australien würde ich nur von Süden nach Norden bereisen, niemals umgekehrt.

Tag 12 bringt uns den Nitmiluk Nationalpark - oder die Katherine Schlucht. Auf Ausflugsbooten durchfahren wir 2 der 13 schroff aufragenden Schluchten.
Es ist mitlerweile bereits am Morgen so heiß und schwül, daß alle Touristen nach Luft und Abkühlung japsen, wenn das Boot in der Sonne verharrt und sich auf die Luftkühlung der Weiterfahrt freuen.
Dennoch auch die Nitmiluk - Park kann mit seinen Landschaften begeistern:

Nitmiluk Nationalpark - Katherine Gorge

Darauf gehts weiter zu einem weiter Hightlight. Dem Kakadu - Nationalpark, wo zuerst eine Bootsfahrt auf dem Yellow Water River, zur Tierbeobachtung auf dem Programm steht.
Die sogenannte Yellow Water Cruise.
Kakadu bereits ganz im Norden von Down Under, das sogenannte Top End ist noch ein paar Grad wärmer und schwüler.
Unglaubliche Temperaturen von 45 - 48 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit haben dazu geführt, daß mehrere Touristengruppen zu den Bootsfahren nicht erschienen sind und wir diesemal sehr viel Platz auf dem Ausflugsboot haben. Wenn es denn nur schon abfahren würden.
Denn ohne den Fahrtwind kann man auf den Metallsitzen nicht Platz nehmen und auch unser Guide und Bootsführer ein Halb Aboriginie - Mädchen stöhnt unter dieser Hitze und sagt, daß dies wirklich außergewöhnlich ist und sie es nicht mehr lang aushalten kann, weil sie den ganzen Tag auf dem Fluß unterwegs ist.
Welche ein Gegensatz zum viel zu kalten Süden ....
Als dann die Fahrt beginnt, gibt es Fahrtanwind und die Sache ist halb so wild. Es gibt jede Menge schöner Wasservögel und herrliche tropische Vegetation in diesem großen Feuchtgebiet zu sehen.

Yellow Water Cruise

Als sich auch noch diese Genossen im Wasser abkühlen ist der Tag gerettet:

Salzwasser Crocs - Salties

Wir übernachten in Jabiru im 5 Stern Gagadju Crocodile Inn Resort, dessen Architectur dem Körperbau eines Krokodils nachempfunden ist und durch dessen Mund man eincheckt .... :-)
Luxus pur ist hier angesagt.

Tag 13 bringt als Option einen Rundflug über Kakadu, einen Ausflug zu den Jim Jim Falls, oder eine Tour nach Arnhemland einem Gebiet der Aboriginies, welches nur mit Genehmigung betreten werden darf.
Da ich schon 2x geflogen bin und ich mich für die Kultur der Ureinwohner interessiere entscheide ich mich für das letzte.
Wir überqueren die Grenze des "Weißen" Australiens und fahren mit dem Arnhemlander 4WD - Bus in das Aboriginie - Land.
Überall Schilder, daß Reisen ohne Genehmigung verboten sind und zu hohen Geldstrafen führen. Aber nirgendwo irgendeine Kontrolle.
Statt Asphalt gibt es hier in Arnhemland nur mehr Natur-Straßen, die oft überflutet sind und vorallem in der Regenzeit wohl nur schwierig zu passieren sind.
Wir besuchen auf dieser Cultural Tour zahlreiche Malereien der Ureinwohner und heilige Plätze, Begräbnisstätten usw.

Höhlenmalereien der Aboriginies

Da es natürlich auch hier extrem heiß ist, sodaß man bei der kleinsten Bewegung stark schwitzt sind wir übersolche überdachte Picknicks in der faszinierenden Wildnis von Arnhemland sehr dankbar

Picknick im Arnhemland

Am Tag 14 fahren wir über Pine Creek nach Darwin an die Nordküste.
Damit ist die Durchquerung Australiens von Süd nach Nord in 14 Tagen vollzogen. 5700 Straßen km waren es mit Abstechern natürlich. :-)

Tag 15 bleibt mir noch in Australien.
Als Option werden ein Territory Wildlife Park und ein Ausflug in den ebenfalls sehenswerten und weniger besuchten Litchfield Park angeboten.
Als echter Inselfan und "Island Collector" entscheide ich mich aber für eine exotische Möglichkeit.
Ein Tagesauflug auf die nördlich von Darwin vorgelagerte Insel Bathurst, welche zusammen mit der größeren Melville Insel als Tiwi-Inseln bezeichnet werden.
Benannt nach dem gleichnamigen Aborignies Stamm der hier Jahrtausende lang isoliert vom Mutterland gelebt hat und eine völlig eigene Kultur entwickelt hat.
Zudem reizt mich die Natur auf einer tropischen Insel vor Australien.

Um 8.00 morgen gehts mit der exotischen aber absolut zuverlässigen Air Ngukurr von Darwin Airport in 30 min. nach Bathurst, wo wir von Vertretern von Tiwi - Tours empfangen werden.
Hier haben Aussis und ein Canadier so etwas wie Tourismus aufgebaut.
Die weißen leiten das Unternehmen ein Aboriginie soll Führer sein.
Dieser ist aber krank, ode sonst irgendwie aus familiären Gründe nicht in der Lage, also leitet der Kanadier den Trip. Er ist auch deutlich einfacher zu verstehen.
Wir besuchen das Museum, die Kirche im Tiwi - Kunst-Stil

Kirche auf Bathurst Island

dürfen die Schnitzerein der Tiwis kaufen, wohnen einer kulturellen Vorführung bei, besuchen menschenleeren weißen Sandstrand, wo das Baden wie überall im sommerlichen Nordaustralien wegen der Würfelquallen leider verboten ist, bestaunen Annanas Plantagen und kosten phantastisch schmeckende Mangos und baden im Inneren der
Insel in einem Wasserloch umgeben von Trockenwald

Wasserloch im Trockenwald von Bathurst Island

bevor wir am späten Nachmittag wieder nach Darwin zurückfliegen.
Es gäbe auch 2 tägige Touren auf Bathurst - Island, was ich jedoch mangels Zeitmangel nicht machen kann, denn an

Tag 16 muß ich leider von Darwin via Singapur heim ins novemberliche Europa fliegen :-(

Fazit eine überaus interessante und schöne Reise, wenn man das langweilige Südaustralien ausklammert.
Interessant auch zu sehen, welche Temperaturen man hier am Ende der Trockenzeit, Beginn der Regenzeit ausgesetzt ist.
Im sommerlichen Ägypten wars nicht so heiß zumindest viel trockener.
Hier in Darwin müßte man selbst beim spazieren in der Stadt nach einer halben Stunde duschen.
Aber das hält man alles aus. Die Einwohner können schließlich auch nicht davon laufen und müßen da durch ....:-)

 

Viel mehr Bilder insgesamt 446 befinden sich im Fotoalbum.

Nach oben