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Neuseeland - Aotearoa - das Land der langen weißen Wolke

 

 

 

Karte Neuseeland

Am 26..November 2005 war es so weit. 1 Jahr nach meiner Australienreise war Neuseeland an der Reihe :-) Der Flug Marathon konnte beginnen:

26.11.2005 10.55 OS 001 (Austrian Airlines)
Wien Schwechat - Sydney.

Beim Abflug in Wien vorerst eine 40 minütige Verspätung wegen eines Deicings (Enteisung). Wir hatten 1 Tag vorher doch recht heftigen Schneefall und starken Wind.
Nach dem ja Sydney nicht meine "final Destination" ist, frage ich mich, ob ich den Anschlußflug Sydney - Auckland erreichen werde, weil dazwischen nur 1h10 min kalkuliert wurden.
Aber bis dahin ist es noch lang, und angesichts der fast 16.000 Flug-Kilometer nach Sydney wird das wohl aufzuholen sein.
Nach 10h 30 min Flug mit der Boeing 777 eine Zwischenlandung in Kuala Lumpur am frühen Morgen des 27.11.
Die Crew muß gewechselt werden, weil nach Sydney geht's nochmal 7h 30 min.
Nach nur 1 Stunde Aufenthalt in KL gehts also mit der gleichen Maschine weiter nach Sydney und wirklich in 7h30 landen wir auch um 17h20 am 27.11. in der größten australischen Stadt.
Die Versätung konnte nicht ganz aufgeholt werden.
Aber ich habe keine Probleme im Transitbereich zum Gate meines Anschlußfluges zu gelangen. Nochmal 3 Stunden Flug mit der Air New Zealand von Auckland nach Sydney wo ich um 23.00 am 27.11. pünktlich lande.
Insgesamt 22h in der Luft, 24h mit Zwischenlandung in KL und Flugzeugwechsel in Sydney.
Neuseeland hat 12 h Zeitunterschied. Also genau 1 Tag Anreise.
Gar nicht so schlecht für das andere Ende der Welt, denn schneller gehts nicht. Nicht über die Westroute via Los Angeles.

Die Einreiseformalität ist im Gegensatz zu den "Drohungen" in diversen Reiseführern sehr schnell erledigt.
Man darf nur keine Früchte und Lebensmittel (Müsliriegel + Schokolade sind okay), so wie gebrauchte (=mit Erde behaftete) Wanderschuhe mitbringen.
Ich nehme ein Taxi und bin genau 1 Stunde nach der Landung um 24h im Hotel.

 

 

Und was für ein Hotel: Das Skycity Hotel

Skytower

Der 328 m hoch ragt die Betonnadel des Skytowers in den Himmel und ist damit das höchste Gebäude der Südhalbkugel.
Sie beherbergt ein Hotel, mehrere Restaurants in luftiger Höhe, wobei man bei Dinieren phantastische Blicke auf das nächtliche Auckland genießen kann.
Aussichtsplattformen mit Glasboden, usw., usf ...

Tag 1
Vorerst ist jedoch ein Sightseeing in Auckland angesetzt.
Ich kaufe um 30 NZD ein teures Tagesticket für den Auckland Explorer Bus, der die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt von 9.00 - 16.00 anfährt.
Sehenswert sind das Auckland Museum wo Maori-Versammlungshäuser, Kriegskanus ausgestellt sind.
Für Naturlieberhaber Pflicht ist ein Besuch von Kelly Tarltons Underwater World.
Ein Aquarium in dem es Stachelrochen, Haie und allerlei andere Meeresbewohner zu bestaunen gilt.

Tag 2
Mit dem Bus verlassen wir Auckland nach Norden.
An der Westküste liegt in der Umgebung von Dargaville die Kauri Coast. In Matakohe besuchen wir ein Kauri Museum in dem die Verarbeitung dieser Baumriesen dargestellt wird.
Die Kauribäume wachsen im sogenannten subtropischen Teil von Neuseeland nördliche des 39. Breitengrades und stehen heute unter
Naturschutz.
Im geschützten Waipoua Forest sehen wir den ältesten Kauri Baum den 2000 Jahre alten und 51m hohen Tane Mahuta.

Schließlich erreichen wir unser Tagesziel Paihia in der Bay of Islands.
Diese Gegend ist von großer historischer Bedeutung für Neuseeland.
Wenige km nördlich von Paihia liegt der Ort Waitangi in dem der gleichnamige Vertrag erstellt wurde. Der Vertrag wurde von vielen jedoch nicht allen Maori Häutlingen unterzeichnet und hatte zur Folge, daß Neuseeland britische Kolonie wurde.

Tag 3: Heute machen wir eine Bootsfahrt duch das Inselgewirr der Bay of Islands. Zahlreiche grüne kleine und kleinste Inselchen bekommen wir zu sehen, aber auch Delfine und eine kleine Walart.
(von Minky Whale wird gesprochen). Besonders spektakulär ist eine Felsformation namens Hole in the Rock.
Am nachmittag ergreife ich die Gelegenheit und fliege mit Salt Air zum Cape Reinga dem nördlichsten Punkt von Neuseeland.
Mit kleinen 4 sitzigen Cessna's heben wir vom lokalen Flugplatz Keri zu einem phantastischen Scenic Flight ab.
Dabei überfliegen wir den berühmten Ninety Mile Beach. Einen meilenlangen Sandstrand

Ninety Mile

um schließlich unweit der Nordspitze auf einer Graspiste zu landen, bevor wir eine 3 stündige Geländewagentour im Gebiet rund um das Cape Reinga unternehmen.
Vorerst besuchen wir natürlich den berühmten Leuchtturm der die nördlichsten Punkt markiert:

Leudthturm

Wir blicken hier auf eine äußerst reizvolle Kombination aus grüner Vegetation, blauem Meer und weißen Sandstränden, die noch dazu nahezu menschenleer sind.

Cape Reinga

Wir besuchen Strände an denen sich nur Möwen tumeln, Sanddünen, die an die großen Wüsten dieser Welt erinnern und erhalten von unserer Maori - Führerin Einblicke in die Mythologie. Hiernach ist das Cape Reinga der Ort von wo sich die Seelen der Verstorbenen auf die weite Reise in das mystische Hawaiki dem Herkunftsort der Maori begeben.

Viel zu schnell vergeht die Zeit an diesem malerischen Ort und wir müssen nach Paihia zurückfliegen, diesmal verläuft der Flug auf der ebenso malerischen wie unberührten Ostküste von Far North.

Noch ein paar Bemerkungen zum Ninety Mile Beach:
In Wirklichkeit ist dieser Sandstrand nur 64 Meilen Lang, aber die Vermessungsmethoden waren nicht ganz genau (so benutzte man Rinder, die man den Weg trieb, um aus dem Zeitverbrauch die Distanz zu berechnen.
Die Rinder benötigten jedoch am Strand länger als gewohnt, da sie im Sand einsanken, so ermittelte man eine längere Distanz...).

Und noch zum Cape Reinga: Es gibt noch ein North Cape, daß ein paar km weiter nördlich ist. Das ist jedoch Naturschutzgebiet. Es führt keine Straße hin und so wird das geschickt verschwiegen.
Außerdem erheben sich etwa 60 km nördlich des Cape Reinga's noch die winzigen "Three Kings Islands" die Dreikönigskinseln, welche ursprünglich von Maori's bewohnt waren, heute jedoch Naturschutzgebiet sind und somit nicht bewohnbar und nicht erreichbar sind.



Tag 4 Führt uns aus Northland über Auckland in die wunderschöne vom ausländischen Tourismus weitesgehend unberührte Coromandel-Halbinsel.
Die Coromandel-Insel war ein Zentrum des Goldsuchens und noch heute wird dort Gold gefunden.


Coromandel

Tag 5 Führt uns zu einem touristischen Hightlight der Nordinsel:
Über Tauranga an der Bay of Plenty an der zahlreiche Pohutukawas blühen:


Potohu

erreichen wir das kulturelle Zentrum der Maoris Rotorua.
Im Maori Dorf Ohninemotu können wir ein Meisterwerk der Maori Schnitzkunst das Versammlungshaus bewundern:

Ohinemo

Ebenso faszinierend ist die Kirche von Ohinemotu und überhaupt das Ambiente in Rotoru das am gleichnamigen großen See liegt und ein Kurzentrum ist.

Am Nachmittag ergreife ich die sehr teure Gelegenheit mit einem Helicopter der Volcanic Air Safaris auf die 80 km weit von der Küste entfernten Vulkan-Insel White Island zu fliegen.
Billiger gehts per Tagesausflug mit dem Schiff, aber wen die Zeit begrenzt ist, dann gehts nur per 3 stündigem Helicopter Ausflug um NZD 665,00 ......


Nach 40 min Flugzeit von Rotorua kommt die Vulkaninsel in Sicht

WhiteIsland

Wir landen´auf der im Privatbesitz befindlichen Vulkaninsel.
Wer hat heutzutage noch keinen Vulkan .... :-)
und sehen die Überreste einer ehemaligen Schwefelfabrik.
Kein Wunder das hier dieses chemische Element abgebaut wurde, überallt sehen wir Fumarolen, es raucht und prodelt. Wir müssen aus Security-Zwecken einen Helm aufsetzen und sind auch mit einer Gasmaske für alle Eventualitäten gerüstet ... :-)

Fumarole

Der mit kochenden Wasser gefüllte Kratersee dampft und man meint direkt in die Hölle zu blicken.

Kratersee

Nach meiner Rückkehr aufs "Festland" steht eine Maori-Show im Hotel auf dem Programm.

Marosishow

Ich hab schon einige dieser Cultural Shows gesehen. Auf Moorea in Franz. Polynesien, auf der Osterinsel und auf Yap in Mikronesien.

Obwohl die Maoris aus Polynesien kamen und auch Polynesier sind.
Die Sprache ist sehr ähnlich, so ist Musik und Tanz doch irgendwie degeneriert.
Sehr langsam ja fast behäbig ist die Musik, sind die Bewegungen der Tänzer.
Wesentlich mehr Rhytmus und Power gibts da etwa in Tahiti & Co.

Nur beim Haka dem traditionellen Kriegstanz der Maoris bei dem dem Gegner, oder in diesem Fall dem Zuseher mit wilden Grimassen, heraushängender Zunge, und weitaufgerissenen Augen gedroht wird, da geht so richtig die Post ab ....

Tag 6 beginnt zunächst mit der Besichtigung der thermalen Wunderwelt rund um Rotorua. Die geothermale Linie reicht ja von White Island, über Rotorua bis zum Tongariro Nationalpark, wo sich auch aktive Vulkane befinden.
Sinterterassen, Schlammpfuhle sind zu sehen. Überall blubbert und rauch es


Sintere

Tiefrote, orangefarbene, schwefelgelbe und manchmal giftgrüne Pools sind zu sehen. Mit den treffenden Bezeichnungen wie Devils Bath

Pool

Über Taupo am gleichnamigen größten 600 km2 großen See fahren wir nach Napier einer hübschen Stadt an der Hawkes Bay in der sich viele Gebäude im Art Deco Stil befinden und beschließen den Tag.

Tag 7 führt uns in die Hauptstadt Wellington in den äußersten Süden der Nordinsel. Wellington obwohl von der Einwohnerzahl wesentlich kleiner als Auckland, wurde dennoch zur Hauptstadt erhoben, weil sie zentraler zwischen Nord - und Südinsel liegt.
Hier schlägt auch erstmals das Wetter um. Hatten wir bisher sehr viel Glück und fast nur Sonnenschein, wenn auch keine besonders hohen Temperaturen (etwa max. 23 Grad) im beginnenden neuseeländischen Sommer, so gibt es hier dichte Bewölkung, Nebel und beginnender Regen :-( Deswegen gibt es auch nur etwas vernebelte umd trübe Aufnahmen von
der Wellingtoner Skyline

Wellington

Wellington entschädigt dafür mit einem schönen botanischen Garten, wie fast alle größeren neuseeländischen Städte, einem überaus sehenswerten Museum und zahlreichen schönen Gebäuden.

Tag 8 führt uns bei strömenden Regen :-) auf die Fähre zur Überquerung des Marlborough Sounds um den Fährhafen Picton auf der Südinsel zu erreichen. Obwohl nur 30 km Luftlinie entfernt, benötigt die Fähre in dem Inselgewirr des Marlborough Sounds ca. 3h um Picton auf der Südinsel zu erreichen, wo wir bei immer besser werdenden Wetter in die ca. 50.000 Einwohner zählende Stadt Nelson fahren.
Bei strahlenden Sonnenschein schließlich machen wir hier am Nachmittag Siesta.

Tag 9 sollte uns in den kleinsten Nationalparks den Abel Tasman Nationalpark führen, wo es wunderschöne unberührte Sandstrände geben soll. Da es aber seit der vergangenen Nacht Hunde und Katzen regnet, ist
die vorgesehene Bootsfahrt + Wanderung sinnlos. Wir würden nicht sehen, dafür umso mehr naß werden.
Also gammeln wir in Nelson herum. Ein mehr oder weniger sinnloser Tag.
Schade um den schönen Abel Tasman Nationalpark


Tag 10 führt uns südwärts wo wir bei mittlerweile hervoragendem Wetter die phantastische Küstenlandschaft um Cape Foulwind erwandern.

Cape Foulwind

Hier können wir sogar Pelzrobben beobachten

Robbe

Weiter gehts nach Süden in der Provinz Westland nach Punakaiki in den Paparoa Nationalpark
Hier gibt es bei strahlendsten Sonnenschein und endlich einmal auch sommerlichen Temperaturen die Pancake Rocks und Blowholes (Pfannkuchen Felsen und Blaslöcher) zu bestaunen


Punakaiki

bevor wir den Tag in der Stadt Greymouth an der Westküste der Südinsel beschließen.

Tag 11 bringt leider wieder Regen, was überhaupt nicht gut ist, weil wir heute
in die Mount Cook Region wollen und dort bereits Helicopter - Flüge vorgebucht haben.
Vorerst gehts in das Touristenstädtchen Hokitika, wo Jade bearbeitet und verkauft wird. Es ist das Jadezentrum Neuseelands.
Weil das Wetter aber trostlos ist und mir vom vortägigen exzessiven Fotografieren in Punakaiki der Speicherplatz ausgegangen ist, kaufe ich eine neue 512 MB CF-Karte zum etwa 2 - 3 fachen Preis wie in Europa ....
Neuseeland ist extrem teuer. Viele Leute brauchen einen 2. Job um den Lebensstandard halten zu können. Dies und das mittlerweile grausliche Wetter schlagen aufs Gemüt. Ich kaufe keine überteuerten Souvenirs in Hokitika.
Danach kommt schon der Touristenort Franz Josef :-( . Ein ganz und gar nicht englischer Name. Aber hier gibt es den gleichnamigen Gletscher zu bestaunen. Der von hier geplante Rundflug zu dem mit 3754 m hohen Aoraki oder Mount Cook und somit höhstem Berg Neuseelands muß aber aufgrund des schlechten Wetters abgesagt, bzw. bis morgen früh verschoben werden.
Zur Gletscherzunge des Franz Josefs Gletscher können wir jedoch wandern

Franz Josef

Man kann sich fast bis auf Griffweite nähern und bekommt dann diesen Eindruck von diesem gewaltigen Gletscher

Franz Josef 2

Beim Rückweg beginnt es jedoch leider wieder zu regnen.

In der Nähe befindet sich noch der Fox-Gletscher, der ebenso gewaltig wie der Franz-Josefs-Gletscher ist.

Tag 12 läßt mich bereits um 6.00 morgens aufstehen, in der Hoffnung auf besseres Wetter und daß der gebuchte Alpenrundflug stattfindet.
Ich werde jedoch in dieser Hinsicht enttäuscht.
Im Gegenteil, es ist deutlich schlechter geworden. Regen, Regen.
Vorallem die Westküste Neuseelands ist äußerst regensicher.

Also fahren wir vorerst nach Haast um eine Jetboot-Tour auf dem Haastriver zu unternehmen. Jetboote sind eine Kiwi-Erfindung. Mittlerweile macht man gutes Geld: 1/2 stündige Tour kostet etwa 90 NZD. Aber das Wetter wird schöner, wird wieder strahlen und so kann ich die Fahrt dann doch genießen.
Aber der nächste Rückschlag folgt.
Nach der Jetboot-Fahrt nehmen wir vorerst 12 Holländer mit, deren Bus liegen geblieben ist. Danach wird unser Bus angehalten und nach einem Notarzt gefragt. Auf der gegenüberliegenden Seite liegt ein Radfahrer.
Mit einem Schädelbruch wie wir erfahren. Die Straßen sind im Gebirge sehr eng, manchmal naß und rutschig, oft können die Busfahrern nicht genug ausweichen. So auch in diesem Fall. Der bedauernswerte Tourist hat keine Chance und stirbt, weil der Unfall auch mittem im Nationalparkgebiet passiert ist und die Hilfe, die nächste Ansiedlung sehr weit entfernt ist.
Radfahren in Neuseeland ist gefährlich. Jedes Jahr verunfallen aus diesen Gründen ein gutes Dutzend Touristen, so erzählt man uns später.
Dennoch ist es sehr beliebt.
Über das malerische Städtchen Wanaka am gleichnamigen See gelegen, erreichen wir die Touristenmetropole Neuseelands Queenstown am Lake Wakatipu.
Hier gibts natürlich alles. Zig Hotels, Unterkünfte, Restaurants. Möglichkeiten zum Jetbootfahren, Bungy Jumping, Gleitschirmfliegen, Wandern, Klettern und Skifahren im Winter.
Ist ein richtiges Touristenghetto mit ebensolchen Preisen ....
Brauch ich alles nicht, bis auf die Unterkunft.

So bin ich froh als es an Tag 13 zu einer geruhsamen Dampfschifffahrt mit der TSS Earnslow den Wakatipu-See entlang zur hübschen Farm Walters Peak geht. Unterwegs spiegeln sich die Wolken und die Bergketten der Remarkables im Lake Wakatipu

Wakatipu

An der Farm angekommen bestaunen wir den sehr schönen Blumengarten, sowie die zahlreichen Tiere. Schafe, Lämmer welche wir mit der Flasche füttern dürfen, schottische Hochlandrinder, Rotwild.
Schließlich gibt es eine Demonstration der Fähigkeiten der neuseeländischen Hunde die Schafe einzufangen zu dominieren. Eine Schafschur darf natürlich auch nicht fehlen.
Da am Nachmittag mit der Rückkehr nach Queenstown, das Wetter wieder schlechter wird, verzichte ich auf die Gondelfahrt auf den Bob's Peak.
Stattdessen beete ich für besseres Wetter für den nächsten Tag, den

Tag 14 denn heute steht das touristische Hightlight der Südinsel auf dem Programm. Ein Tour in den Fjordland-Nationalpark mit einer Bootsfahrt auf dem Milfordsound.
Etwa 1 Stunde benötigen wir morgens um von Queenstown nach Te Anau am wiedereinmal gleichnamigen Lake Te Anau zu gelangen.
Te Anau ist viel kleiner un angenehmer als das lärmende Queenstown und ebenso schön gelegen. Hier gibt es auch ein "Vogelhaus" in dem man zwar nicht den Kiwi den Nationalvogel Neuseelands, statt dessen aber den noch viel selteneren Takahae erleben kann. Nur mehr 200 Exemplare gibt es von dieser bis 1950 als ausgestorben gegoltenen Ralle.
Noch ein Wort zum Kiwi. Ihn konnte ich nur ausgestopft, bzw. lebend in einem Nachthaus in Rotorua sehen. Hunde, Katzen, Ratten haben ihn auf den Hauptinseln so sehr dezimiert, daß er kaum noch gesichtet wird.
Nur mehr auf der Stewart - Insel Neuseelands südlichster Insel hat man gute Chancen ihn in freier Wildbahn zu erleben.

Von Te Anau fahren wir an unzähligen

Schaf

Schafsfarmen vorbei in den größten Nationalpark Neuseelands den Fjordland Nationalpark, wobei wir hochalpine Landschaften durchqueren

Fjordland

aber auch wunderschöne Blumen betrachten können.

Blume

Schließlich erreichen wir den Milford Sound. Boarden die "Milford Monarch"
und erleben diese Bilder

MilfordRobbe 2

Die Bootsfahrt geht 20 - 30 km bis in die offene Tasman - See hinaus und wieder zurück nach Milford.
Wobei wir nur bei der Rückfahrt Sonnenschein haben, was ohnehin schon Glück ist, da es hier etwa 300 von 365 Tagen regnet.
So sehen wir noch einmal das bekannteste Motiv des Milford Sounds - den Mitre Peak im Gegenlicht

Mitrepea

Nach der Rückkehr zur Unterkunft nach Te Anau sind wir noch ganz aufgewühlt von diesen wunderschönen Naturerlebnissen.

Tag 15 beginnt wie könnte es anders sein mit schlechtem Wetter. Das Wetter hat nun seine Schuldigkeit getan und wir sollten für den Rest der Reise keine Sonne mehr sehen.
Auf dem Plan steht eine Fahrt in die schottischte und 2. größte Stadt der Südinsel nach Dunedin. Kaltes windiges und regnerisches Wetter sind für ein City Sightseeing nicht so tragisch.
Schöne Gebäude im viktorianischen Stil und grüne Parkanlagen hat Dunedin auf alle Fälle zu bieten.

Die anglikanische St. Paul's Cathedral

Cahedral

Hier die Universität

Uni

oder der Bahnof

Bahnhof

Am Nachmittag gehts nach Taiaroa auf der Otago Peninsula wo ein Zentrum für Königsalbatrosse steht. 23 Paare dieser Vögel mit einer beeindruckenden Flügelspannweite von 3m brüten hier

Albatross

Tag 16 bringt uns vorerst nach nördlich von Duneding zu den Moreaki Boulders. Zahlreiche kreisrunde "Kiesel"steine befinden sich hier am Strand der Ostküste.
Die Entstehung kann man sich nicht 100% ig erklären. Hier wurde aber nichts
ausgewaschen, oder vom Wasser abgeschliffen. Stattdessen sind diese Gebilde wie Kristalle von innen gewachsen

Moeraki

Wir geben nicht auf und nähern uns diesmal von Ostem der Mount Cook Region um die gebuchten Rundflüge nachzuholen.
Auf dem Weg dorthin passieren wir den von Gletscherabflüssen türkisfarbenen Lake Pukaki

Pukaki

Als wir in dem Bergsteiger - Dorf Mount Cook ankommen, Sir Edmund Hillary hat sich für seine Mt. Everest - Expedition hier vorbereitet, seine Statue steht auch hier, verhindern tiefhängende Wolken jede Sicht auf den höchsten Berg Neuseelands

Aoraki

an ein Fliegen ist nicht zu denken. Letzte Hoffnung morgen früh.

Tag 17 beginnt mit der gleichen Enttäuschung wie der Tag zu vor.
Starke Bewölkung der Mount Cook Flug wird endtültig abgesagt.
4x haben wirs probiert, 4x sind wir am Wetter gescheitert ..... :-)

Bleibt uns nur mehr zum Endpunkt unserer Reise zur größten Stadt der Südinsel nach Christchurch zu fahren.
Hier können wir wenigstens noch den botanischen Garten und das schöne Stadtzentrum dieser "englischsten" Stadt Neuseelands zu besuchen


Christchurch
Tramway

bevor die Reise hier unwiderruflich zu Ende ist und ich am nächsten Tag die zigstündige Heimreise Christchurch - Sydney, Sydney - Wien antreten muß.

Es hätte noch viel zu sehen gegeben.

Etwa den Taranki oder Mount Egmont - Nationalpark auf der Nordinsel,
Das kaum besuchte Ostkap auf der Nordinsel.
Den Tongariro-Nationalpark mit dem höchsten Berg der Nordinsel und aktivem Vulkan dem Mt. Ruapehu und seinen schimmernden Kraterseen.
Den Abel Tasman Nationalpark wirklich sehen.
Vorallem natürlich den Mount Cook. Die Stewart Insel ganz im Süden nur von ein paar hundert Menschen bewohnt, wo man gute Chancen hat einen Kiwi in freier Wildbahn zu sehen.
Das touristische Neuland der Chatham-Inseln 800 kmm östlich der Hauptinsel, wo sogenannte Moriori eine völlig eigenständige und friedliche "Maori"kultur bis zu Ihrer Vernichtung gelebt hatten, wo es heute noch 25.000 Albatrosse geben soll, usw., usf ....
Neuseeland ist viele Reisen wert, heißt auch ein Buch meines Lieblingsreisebuchauthors Hans Otto-Meissner.
Soferne das Wetter halt mitspielt ....... Vorallem die Südinsel ist doch diesbezüglich sehr instabil.

Viel mehr Bilder insgesamt 701 gibt es in der Fotogallerie.

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