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Jakutien - Zum Kältepol nach Oimjakon

 

 

Flagge Irland

Karte Irland

Nachdem ich im Oktober 2007 die heißeste Wüste - die Danakil in Äthiopien besucht hatte, wollte ich auch das andere Extrem kennenlernen. Ein Besuch am kätesten bewohnten Ort der Welt in Oimjakon stand auf dem Programm.
Oimjakon ist ein kleines Dort in Jakutien im Osten Sibiriens, daß mit einer Tiefsttemperatur von - 71,2 Grad "wirbt" und sich als Kätepol bezeichnet. Nur im Zentrum der Antarktis wurden noch tiefere Temperaturen gemessen. Den absoluten Temperaturrekord hält dort die russische Station Vostok mit - 89, 2 Grad. Aber auch die -71,2 Grad von Oimjakon wurden im Jahr 1926 hochgerechnet. Tatsächlich gemessen wurden hier -68 Grad.
Dort also sollt es hingehen und natürlich in der kältesten Zeit des Jahres. Tiefste Temperaturen am eigenen Leib zu erfahren und zu erleben wie die einheimische Bevölkerung damit zurecht kommt, war das Ziel.

Also flog ich am 11.1. bei - 2 Grad und leichter Schneedecke in 2 1/2 Stunden von Wien nach Moskau.
Russlands Hauptstadt empfing mich bereits mit noch immer angenehmen - 15 Grad. Nach etwa zwei Stunden Auftenthalt am Flughafen Domodedovo ging es mit S7 Airlines von Moskau in etwa 7 Stunden Nonstop nach Jakutsk der Hauptstadt Jakutiens.
Die kälteste Großstadt der Welt und Hauptstadt der Republikc Jakutiens empfing mich um 7 Uhr Morgens mit standesgemäßen - 38 Grad.
Beim Runterklettern der Flugzeugtreppe viel sofort auf, wie ungleich stärker die ausgeatmente Luft hier kondensierte. Alles war in Rauch gehült. Noch keine Probleme, die kurze Strecke zum Flughafenbus wurde ohne Handschuhe und Kopfbedeckung problemlos zurückgelegt.

Click for Jakutsk, Russland Forecast

Hier am 62 nördlichen Breitegrad war es jetzt noch dunkel. Lange mußten wir im kleinen Flughafengebäude auf die Gepäcksausgabe warten. Aber alles war angekommen. Andernfalls hätte ich nämlich wirklich ein Problem gehabt, weil die Dauneausrüstung sich ja im Gepäck befand. Slava und Mischa von der Agentur Jaktutiatravel, brachten uns in 20 Minuten zum Hotel Polarstar. Während der Fahrt war kaum etwas zu sehen, nicht nur während der Dunkelheit - die Sonne geht hier Mitte Jänner erst um 9.30 Uhr auf, sondern vorallem wegen der Abgase die in der Kälte extrem viel Rauch entwickeln. Wirklich ein gespenstische Atomosphäre, aber der Geruch von Abgasen war in der 240.000 Einwohner zählenden Metropole nicht wahrzunehmen.
Checkin im sehr schönen **** Hotel Polarstar, wohl das beste Haus am Platz. Kurz ausruhen, bevor ich mich gegen 11 Uhr auf einen Rundgang durch das eisige Jakutsk mache.

Das Hotel Polarstar in Jakutsk

Jetzt gegen Mittag ist die Temperatur deutlich gestiegen und mein digitales Thermometer zeigt im Moment

-31 Grad in Jakutsk

Ein paar Straßenszenen nehme ich auf um zu sehen, wie lange die Kamera und meine Finger dies aushalten.

Straßenszene aus JakutskStraßenszene aus Jakutsk

Bizarr anzusehen, die mit Rauhreif überzogenen Sträucher am Straßenrand

Mit Rauhreif überzogene Sträucher in JakutienMit Rauhreif überzogene Sträucher und Bäume in Jakutsk

Lenin steht am gleichnamigen Prospekt, Prospekt das heißt Prachtstraße und somit breiteste Straße von Jakutsk

Lenin am Lenin Prospekt - Jakutsk

Jedes Auto qualmt, in der ganzen Stadt raucht es, aber es riecht nicht nach Abgasen

Impressionen aus Jakutsk

Das man in Jaktusk gerne von sonnigen Südseestränden träumt ist auch irgendwie verständlich :-)

Sonne, Strand und Meer in Jakutsk :-)

Um 12 Uhr holt uns, das sind 3 Touristen aus Italien, Deutschland und Österreich, unser Guide Slava ab und zeigt uns den Fischmarkt.
Jakutsk liegt ja an der Lena, die zur Zeit gut 2- 3 Meter tief gefroren ist und die schönen und sehr schmackhaften Fische sind es ebenso.
Sie sind so steinhart gefroreren, damit köntte man jemand problemlos erschlagen. Mord mit Fisch ....:-)

Slava mit großem Fisch am Markt von JakutskAm Fischmarkt von JakutskAm Fischmarkt von Jakutsk

Der Markt ist irgendwie ein lustiger Ort. jeder Verkäufer bietet uns etwas an, für das wir natürlich keine Verwendung haben, es wird trotz Temperaturen jenseits der - 30 Grad viel gescherzt und gelacht.

Fahrt durch das moderne Port Moresby

Im alten Jaktusk, abseits des modernen Viertels dagegen typisches tiefstes Sibirien

Im alten Teil von Jakutsk

Und alte russische Holzhäuser

altes russisches Holzhaus in Jakutsk

Ein Denkmal für die hier ansässige indigene Bevölkerung - die Jakuten und Evenen

Denkmal in JakutskDenkmal in Jakutsk

In Jakutsk leben natürlich nicht nur Jakuten und Evenen sondern auch eine große Anzahl von Russen orthodoxen Glaubens, deshalb besitzt die Stadt auch eine hübsche orthodoxe Kirche

Die orthodoxe Kirche von Jakutsk

Auf der zugefrorenen Lena liegen im Haften Schiffe fest im Würgegriff des Eises. Sie können der Fischerei wohl erst im Mai wieder nachgehen, wenn das Eis auftaut

Im zugefrorenen Lena HafenSchiffe im zugefrorenen Hafen an der Lena

Nach einem Lunch und einem oppulentem Abendessen in einem typisch jakutischen Restaurant geht es zurück ins komfortable Polarstar Hotel und den durch den Flug versäumten Schlaf nachzuholen. Nach einem guten Frühstück gibt es an der Hotel Lobby folgendes zu sehen

Lobby des Polarstar Hotels Flaggen aller ausländischen Gäste im Hotel Polar Star

Wer der Isländer ist, weiß ich nicht ....

Danach geht es nochmals raus um das Jakutsk vor Sonnenaufgang zu fotografieren.
Vorerst eine Temperaturmessung um 8.30 h

- 35 Grad um 08.30 Uhr in Jakutskmorgentliche Impressionen aus Jakutskmorgentliche Impressionen aus Jakutskmorgentliche Impressionen aus Jakutskmorgentliche Impressionen aus Jakutsk

Am 12. Jänner sind wir hier mitten in der Weihnachtszeit - am 14. Jänner wird dann Neujahr gefeiert.

Weihnachtsbaum in Jakutsk

Um 09.30 Uhr werden wir dann von einem jaktutischen TV - Team zum Interview gebeten. Man will wissen, was wir hier machen, wohin wir wollen, was wir vorhaben.


Schließlich gehts dann aber doch noch weiter und wir beginnen unsere lange Fahrt Richtung Nordosten.
Wir verlassen Jakutsk über die zugefrorene Lena, die im Winter als Autopiste prepariert wird. Die Fertigstellung einer Brücke über die Lena ist für 2015 geplant.
Die Sonne steht im Jänner auch zu Mittag sehr tief

Siedlung am oberen SepikAuf der zugefrorenen Lena

Unser für sibirische Kälte präpariertes Allradfahrzeug

Allradfahrzeug auf der zugefrorenen LenaAuf der zugefrorenen Lena

Das Mittagessen bei einer Außentemperatur von -34 Grad an einer hübschen Raststätte ist erstaunlich viefältig. 2 verschieden Arten von heißer Suppe, Fleisch mit Reis und warme Getränke

Raststätte in JakutienRaststätte nördlich von Jakutsk

bevor wir bei bereits untergegangner Sonne die lange fahrt in die größe Stadt der Region ins etwa 10.000 Einwohner zählende Khandyga fortsetzen. Als wir abends diese völlig unansehnliche Stadt erreichen haben wir 470 km seit Jakutsk zurückgelegt. Noch nicht einmal die Hälfte unserer langen Strecke nach Oimjakon. Die Übernachtung in einem einfachen Hotel ohne Sanitäranlagen
in den Zimmern. Es wird jetzt zunehmend uriger. Das Abendessen in einer Raststätte für Fernfahrer.
Morgens ein ebenso widerliches Frühstück und noch vor Sonnenaufgang weiter die Kolyma Road Richtung Nord-Osten
.

Sonnenaufgang in der Tundra Jakutiens

Die Kolyma Road verbindet Jakutien mit der Nachbarsprovinz Magadan verläuft gut 1500 km in nordöstlicher Richtung und wurde von Gulag Häftlingen während der Stalin Diktatur errichtet. Die Fertigstellung von 50 m Straße kostete durchschnittlich 1 Häftling das Leben.

Die Kolyma Road nördlich von Khandyga Fahrt auf der Kolyma Road

Nach etwa 2 Stunden Fahrt kommen die Ausläufer der Verhojansker Gebirgskette in Sicht, die überwunden werden muß um in die Oimjakon Region vorzudringen.

Die Verhojansker Gebirgskette

Gewaltig sind die Distanzen in Jaktutien, denn über 3 Mio km2 groß ist alleine diese russische Provinz - von hier sind es 1504 km nach Magadan

Auf der Kolyma Road

Bis zu 3.000 m hohe Gipfel der Verhojansker Gebirgskette begleiten uns auf dem Weg nach Nordosten

3.000m hohe Berggipfel in Jakutien

Kristallklar gefrorene Flüsse schlängeln sich durch Gebirgstäler

gefrorene Flüsse in Jakutiengefrorener Fluß in Jakutien

Nach sehr langer Fahrt, wir haben fast 500 km auf vereister Piste zurückgelegt ist es schließlich geschafft. Spätabends erreichen wir Tomtor und wir befinden uns hier in der Oimjakon Region. Tomtor ist der Hauptort der Region.
Unser Gästehaus hat zum ersten Mal ein WC draußen im Garten ....

Gästehaus in Tomtor

Eine Temperaturmessung um 09:30 Uhr morgens nach Sonnenaufgang bringt erstaunlich milde Temperaturen

Außenbordmotoren und westliche Kleidung am Oberen Sepik

- 41,2 Grad sind für diese Region erstaunlich mild. Nicht so für mein Digitalthermometer, das besser gesagt, die Batterie verabschiedet sich nach dieser Messung leider ...

Was tun in Tomtor ? z.B. den Besuch eines Eisskulpturmuseums. Eine Höhle die unter Tag führt behrbergt im Klima des Permafrostes (-10 Grad das Ganze Jahr über) zahlreiche Eisskulpturen

Höhle ins Eisskulpturmuseum beim Tomtor

wie z.B. Mammuts

Mammut aus Eis

deren Überreste ja besonders hier im Permafrostboden Sibiriens gefunden wurden.
Die Gänge in der Höhe sind mit Schneekristallen überzogen

Schneekristalle in der Höhle bei Tomtor

In einem anderen Raum wird Chyskhan - der Herr der Kälte - die jakutische Version von Dedmoroz - oder Santa Claus dargestellt

Chyskhan - der Herr der Kälte

und da ist er dann auch leibhaftig

Chyskhan - der Herr der KälteChyskhan - der Herr der Kälte

und posiert mit Touristen

Chyskhan und Touristen

Was gibts sonst noch in Tomtor ? Einen alten Flughafen auf dem während des 2. Weltkriegs die Amerikaner von Alaska aus Nachschub für die Ostfront lieferten - auf der Route - Anchorage - Chukota - Magadan - Tomtor - Jakutsk - Irkutsk und von hier aus mit der Eisenbahn bis zur Front. Bis zu 80 Maschinen landeten auf dem kleinen Flugfeld - viele stürzten bei den hier herrschenden Bedinungungen auch ab, oder zerschellten an den Verhojansker Bergen

alter Flughafen in der Oymnakon Region - Tomtor

Wie fast in jedem sibirischem Dorf, so steht auch in Tomtor eine Säule mit dem Ortsnamen

TomtorTomtor

Ein Gedenkstein zu Ehren des sowjetischen Metrologen der 1926 durch vergleichende Messungen zwischen Verhojansk und Oimjakon eine minimale Temperatur von - 71.2 Grad für die Oymayakon Region hochgerechnet hat

Gedenkstein für einen sowjetischen Metrologen in Tomtor

Das Gulag - Museum, das über Stalins Straflager in der Region berichtet

Das Gulagmuseum in Tomtor

Nächster Programmpunkt - Besuch der Schule in Tomtor

Die Schule in Tomtor

wo für uns eine Folkloreveranstaltung organisiert wird

Kona Lusty auf dem Festival

und wir mit Gebäck, fermentierter Stutenmilch und Rentierspeck bewirtet werden

jakutisches Gebäck, fermentierte Stutenmilch und Speck

Die Gesangs- und Tanzeinlagen werden von den Schülern aufgeführt

 

Folklore in der Schule von TomtorFolklore in der Schule von TomtorFolklore in TomtorFolklore in Tomtor

 

Folklore in der Schule von TomtorFolklore in der Schule von Tomtor

 

Folklore in Tomtor

 

Folklore in Tomtor

zum Abschluß gibts noch eine Modeschau

Modeschau in der Schule von TomtorModeschau in der Schule von TomtorModeschau in der Schule von TomtorModeschau in der Schule von Tomtor

 

zum Abschluß müssen wir Touristen für unzählige Fotos zur Verfügung stehen

Fotos mit den Schülern von TomtorFotos mit den SChülern von Tomtor

Im Anschluß daran werden wir ins Klassenzimmer gebeten, wo uns Schüler und Lehrer mit Fragen löchern.
Warum wir hier her kommen, wie es bei uns zu Hause aussieht, was wir über Jakutien denken, usw...
Als wir am späten Nachmittag die Schule verlassen, ist die Sonne bereits untergegangen und dir Nacht verspricht endlich kalt zu werden. Gegen 2. Uhr Morgens werden die -50 Grad "geknackt" und um 8 Uhr Morgen am 16.1. zeigt das Thermometer bei unserer Unterkunft dann folgendes

Bewohner aus der Küstenregion auf dem Festival

- 52 Grad !

Ein Tourist hat noch immer nicht genug von jakutischen Mädels und schnappt sich die Tochter des Gästehausbesitzers

Erdofen

Es gibt immer wieder Flußabschnitte mit offenem Wasser. Trotz aktuell - 52 Grad. Heiße Quellen werden wohl dafür verantwortlich sein

Die Bäume sind durch gefrierenden Wasserdampf völlig mit Rauhreif überzogen

mit Rauhreif überzogene Bäumemit Rauhreif überzogene Bäume

Und Chyskhan - der Herr der Kälte kommt auch um bei - 52 Grad ein gesundes Bad zu nehmen

Chyskhan - der Herr der Kälte beim Baden

 

Der Herr der Kälte nach dem Bad bei -52 Grad

Weiter geht die Fahrt über vereiste Landschaften Richtung Oymyakon

Fahrt über vereiste Straßen nach Oymyakon

hier wird es nochmals deutlich kälter, denn Oimjakon befindet sich in einem Tal in dem die kalte Luft nicht abfließen kann.
Zu Eis erstarrte Landschaften begeistern den Reisenden

vereiste Landschaft nordöstlich von Tomtorzu Eis erstarrte Landschaften nördlich von Tomtorzu Eis erstarrte Landschaften

Kurz vor Tomtor haben wir die Gelegenheit einen Züchter von sibirischen Ponys zu besuchen. Diese widerstandsfähigen Tiere verbringen das ganze Jahr, auch den härtesten Winter im Freien.

Sibirische Ponys in Jakutiensibirische Ponys in Jakutien

Schließlich gegen Mittag ist Oimjakon die kälteste bewohnte Siedlung der Welt erreicht. Hier sind die Mittagstemperaturen so hoch wie die morgentlichen Temperaturen im nur 30 km entfernten Tomtor: - 52 Grad.
Niemand würde diese 600 Seelen - Gemeinde kennen, wenn es hier nicht so saukalt wäre ....

Click for Oimjakon, Russland Forecast 

Impressionen aus Oymyakon

Bekannt ist das Denkmal am Ortsrand von Oimjakon, daß auf die hochgerechneten -71,2 Grad von 1926 hinweist.

Das Denkmal von OymyakonDenkmal am Ortsrand von Oymyakon

Abends entwickelt sich die Temperatur immer mehr in die gewünschte Richtung.
Um 17.09 messen wir

-58 Grad am frühren Abend in Oymyakon

Um 23.45 am 16.1.2010 ist dann

-60 Grad in Oymyakon

die - 60 Grad Grenze erreicht !
Ein Grund zum Feiern

aber vor Sonnenaufgang um 08.58 h am 17.1.2010 ist dann der Temperaturtiefpunkt erreicht

-62 Grad am 17.1. um 08.58h in Oymyakon

62 Grad Celsius unter Null !!
Alle Teilnehmer sind hochzufrieden !

Wenn der Rauch gerade aufsteigt, dann ist es kalt ....

Oymyakon bei -62 Grad Celsius am Morgen des 17.1.2010

Als 1. Programmpunkt des neuen Tages steht ein Besuch beim Meterologen Valeri auf dem Programm

hier erfahren wir enttäuschendes: Valeri hat die Tiefsttemperatur des Tages mit - 55 Grad gemessen.
Er sagt aber auch, daß das daran liegt, das innerhalb von Oimjakon die Temperature um bis zu 6 Grad differieren kann, und er wohnt im "tropischen" Bereich Oymyakons :-)

Wenn wir das rückwirkend betrachten, erzielen wir eine Übereinstimmung. Im Jänner 2008 maßen die Touristen beim Haus ihrer Gastgeberin - 66 Grad, die offizielle im Internet publizierte und von Valeri festgestellte Temperatur betrug dagegen "nur" - 60 Grad. Also auch vor 2 Jahren war Valeris Messung um 6 Grad wärmer.

Nächster Programmpunkt: Posieren vor dem Oimjakon Denkmal bei - 60 Grad

Nächste Aktivität: Eisfischen auf dem zugefrorenen Indigirka River bei -60 Grad

Zuerst stößt der Fischer ein Loch ins Eis, was wirklich Knochenarbeit ist

Eisfischen auf dem Indigirka River

befestigt ein Netz

Eisfischen auf dem Indigirka River

und zieht dann später kleine Fische heraus, die innerhalb kurzer Zeit sofort gefrieren

Ausbeute beim Eisfischen

Nach 1 Stunde Eisfischen bei -60 Grad ....

Nach 1 Stunde Eisfischen bei -60 Grad

Weiterer Programmpunkt sind einige Kälteexperimente

Hier entsteht eine Seifenblase

Seifenblasen

die sofort gefriert

gefrorene Seifenblase

Hier verwende ich eine Banane als Werkzeug um einen Nagel einzuschlagen

Nagel als Hammer bei -60 Grad

mein italienischer Freund Giovanni benötigt bei -60 Grad Handschuhe und ist damit bei der gleichen Übung etwas ungeschickt ...

.

Weiteres "Experiment" das Zerreissen gefrorener Kleidung ....

 

Der Klassiker: heißes Wasser in die Luft geworfen

 

Nächster Programmpunkt am Nachmittag: ein Termin beim Bürgermeister von Oymyakon

Nach einer schamanistischen Zeremonie, zuerst im Freien

Schamanistische Zeremonie beim Bürgermeister

Dann müssen wir in der beheizten Stube Brot und Wodka dem Feuergott übergeben, damit er auch noch in Zukunft Wärme spendet

schamanistische Zeremonie beim Bürgermeister von Oymyakon

Die Jugend sieht dabei zu

Kinder aus Oymyakon beim Bürgermeister zu Ehren der Touristen

und haben dabei offenbar Spaß

Kinder aus Oymyakon beim Bürgermeister

Danach führen uns die beiden Mädels das nationale Musikinstrument die Maultrommel vor

Maultrommelvorführung beim Bürgermeister von OymyakonMaultrommelvorführung beim Bürgermeister von OymyakonMaultrommelvorführung beim Bürgermeister von Oymyakon

 

und der Junge singt ein jakutisches Volkslied

ein jakutisches Volkslied vorgetragen von einem Jungen beim Bürgermeister von Oymyakon

Schließlich ist auch noch der Bürgermeister an der Reihe, der eine Ansprache hält und die Kältepolzertifikate verteilt

Der Bürgermeister von Oymyakon

Kältepolzertifikat

Danach ein Gruppenfoto mit allen Anwesenden

Gruppenfoto der Touristen mit Bürgermeister, Schamanin und Kinder

Am nächsten Morgen geht es leider wieder auf die weite 1000km lange Rückreise

Rückreise von Oymyakonverschneite jakutische StraßenszenerieStraße in Jakutien

und erleben dabei nochmals atemberaubende gefrorene Landschaften

atemberaubende gefrorene Landschaft in Jakutienatemberaubende jakutische Schneelandschaftjakutische Wintermärchenlandschaftjakutische Wintermärchenlandschaftjakutische Wintermärchenlandschaft

100 km südlich von Oimjakon liegt Yuchugey. Ein kleiner Ort evenischer Renntierzüchter. Und Touristen gibt man natürlich die Gelegenheit bei - 50 Grad einen kleine Schlittentour zu machen

Renntierschlittenfahrt in Yuchugey

Hier in Yuchugey, will man so etwas wie ein kleine touristisches Zentrum aufbauen. Renntierschlittenfahrten anbieten.

Nach einer kurzen Renntierschlittenfahrt sieht man allerdings so aus .....

nach einer kurzen Renntierschlittenfahrt

Eine Herberge zur Verpflegung gibt es schon. Die Lagerung des Trinkwassers ist gewöhnungsbedürftig ...

Lagerung von Trinkwasser in Jakutien

Sehr spät am Abend - erst gegen 23 Uhr erreichen wir nach 500 km auf der Kolyma Road wieder Khandyga.
Von hier aus sind es dann erneut fast 500 km, aber auf besserer Straße nach Jakutsk wo wir nachmittags gegen Sonnenuntergang die Piste über die zugefrorene Lena überqueren um wieder die Hauptstadt Jakutiens zu erreichen.

Die Piste über die zugefrorene Lena vor JakutskPiste über die zugefrorene LenaSonnenuntergang über der zugefrorenen Lena

der Besuch der besten Eisskulpturausstellung von Jaktusk, eine Hundeschlittenfahrt zum besten typischen jakutischen Restaurant beenden eine phantastische Reise, nach der ich mich bereits jetzt wieder zurücksehne. Denn morgen um 07.20 gehen leider meine S7 - Flüge via Novosobirisk nach Moskau.
Nicht nur Extremtemperaturen, oder phantastische eisstarrende Landschaften begeisterten mich hier in Jakutien, sondern vorallem die unglaubliche Warmherzigkeit und Gastfreundlichkeit der Menschen am kältesten Ort der Welt.

 

 

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