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Kamtschatka und die Kommandeur Inseln!

 

 

Kamtschatkas Lage in Russland

Kurilen - Karte

Nachdem meine Kurilen Reise mit der Marina Tsvetaeva in Petropavlosk der 200.000 Einwohner zählenden Hauptstadt Kamtschatkas endete, versuchten wir hier Exkursionen zu den Highlights der größten russischen Halbinsel zu organisieren. Einen Rundflug zu den Vulkanen wollten wir machen, einen Flug ins Tal der Geysire oder die Renntiernomaden besuchen. Alles scheiterte zum einen am schlechten Wetter, es regnete hier in Petropavlosk die Sicht war sehr gering und außerdem wollte man bei der Agentur für jede dieser Exkursion mindestens 15, 16 Teilnehmer haben, andernfalls würden sich die an- und für sich schon sehr teuren Exkursionen (Helicopterflug zu den Vulkanen um EUR 500,00) aliquot verteuern. Also blieb nur ein Rundgang in Petropavlosk im Regen ....

Am Hafen von Petropavlovsk
Peter und Paul Denkmal - Petropavlovsk

Das Wetter ist aber derart schlecht, sodaß wir dieses Citytrekking auch bald beendet. Die Möglichkeiten sind hier Samstag auch beschränkt. Ein Restaurant, Cafe suchen wir vergeblich. Ein vulkanologisches Museum, daß wir nach einer Odysee mit den örtlichen Buslinien erreichen, ist geschlossen. Also wieder aufs Schiff und warten auf die abendliche Abfahrt.
Gegen 20 Uhr hat das Wetter dann Mitleid mit uns und bereits an Bord erleben wir bei der Abfahrt Petropavlosk im Sonnenschein.

Petropavlosk - die Hauptstadt von Kamtschatka
Lenin Statute - Petropavlovsk

Immerhin sehen wir jetzt auch den Hausvulkan den 2.173 m hohe Vilyushinski-Vulkan.

Vilyushinski Vulan - Petropavlosk

Bei der Ausfahrt aus der Avacha-Bucht in der sich Petropavlovsk befindet sehen wir noch sehr bizarre Felsen

bizarre Felsen - Avacha Bucht - Petropavlovsk

Tags darauf gehts nach Norden der Halbinsel entlang zur Morzhovaya-Bucht, wo wir anlanden, wo wir außer Kamtschatka typischer Tundravegetation

Tundravegetation

noch ein an den Strand gespültes Schiffswrack entdecken

Schiffswrack - Morhovaya Bucht

Sonst bietet diese Bucht aber nichts, deshalb fährt die Marina Tsvetaeva weiter zur Mündung des Zhupanova-
Flusses, wo wir hoffen lachsfischende Kamtschatkabären und Stellersche Riesenseeadler zu beobachten.
Wir duchfahren das Mündungsgebiet etwa 2 1/2 Stunden mit den Zodiacs bei wieder deutlich schlechter werdendem Wetter können aber keinerlei Wildtiere entdecken

Zhupanova River

Wir wollen schon aufgeben, da zeigt sich während eines Sonnenfensters

Stellerscher Riesenseeadler

ein Stellerscher Riesenseeadler.


Damit ist der nicht gerade ereignisreiche Tag gerettet und abends nimmt das Schiff Kurs auf die
Kommandeur-Inseln. Diese Inselgruppe ist die letzte die zur Aleutengruppe gehört und ist im Gegensatz zu allen anderen Aleuten-Insel russisches Territorium. Wir wollten zuerst an Südspitze der kleineren und heutzutage unbewohnte Mednyi-Insel anlanden. Gegen Mittag kommt jedoch ein Hinweis, daß sich von Süden ein Tief nähert, also steuert man die Nordspitze von Mednyi an. Vergebens, überall hier ist der Wellengang so stark, daß wir weder landen, noch mit den Zodiacs entlang der Küste kreuzen können. Da kennen wir ja schon.
Dieser Tag ist völlig verloren, weil wir das Schiff nicht verlassen können.
Am nächsten Tag ist das Wetter dann endlich etwas besser, zwar noch immer sehr trübe, aber wir kreuzen mit den Zodiacs vor den Vogelfelsen der Ptichiy-Bucht

Ptichy-Bucht Mednyi Insel

Zeitweise kommt sogar die Sonne durch dann erleben wir solche Bilder

Ptichiy-Bucht - Mednyi  Insel
Steilküste Mendyi Insel - Kommandeur Inseln

Bei wieder schlechter werdenden Wetter landen, wir an einer in den 60er und 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts verlassenen Siedlung, als die Mednyi - Insel komplett unter Naturschutz gestellt wurde.
Nur die Unterkünfte der Grenzwachen sind noch relativ neu, wurden sie doch erst unlängst verlassen. Heuer wird der erste Winter sein, in dem auf Mednyi keine Menschen mehr leben werden.

Wir steigen einen kleinen Hang hinauf und entdecken einen verwittern kaum noch lesbaren Wegweiser

Wegweise in einer verlassenen Siedlung auf der Mednyi Insel

Von oben haben wir auch einen schönen Blick auf die Küstenlandschaft

Küstenlandschaft - Mednyi Insel

Nachmittags kreuzen wir vor der Oshedaniya-Bucht im zentralen Teil vor der Ostküste

Küstenlandschaft Oshedaniya Bucht - Mednyi Insel
Oshedaniya-Bucht Mednyi Insel

An den Felsen niesten zahlreiche Vogelarten. Hier Lummen


schließlich landen wir am sehr felsigen Strand der Buch und entdecken einen kleinen Wasserfall

Wasserfall Oshedaniya-Bucht Mednyi Insel


Am nächsten Tag fahren wir zum Madwei - Kap an der Nordspitze der Mednyi Insel

Madwei Kap an der Nordspitze der Mednyi Insel

Verschiedene Vogelarten nisten hier auf den zahlreichen Vogelfelsen

Dreizehen - Möwen

Dreizehenmöwen

Am Strand spazieren wir zwischen bizarren und faszinierenden Felsformationen

Landschaftszenerie am Madwai Kap - Mednyi Insel

Wier erklettern einen kleinen Hang und haben hier einen schönen Blick auf die Bucht

Bucht am Madwai Kap - Mednyi Insel

Nachmittags landen wir in der Peregrebnaya-Bucht, wo wir zahlreiche Wasserfälle

Wasserfall in der Peregrebnaya Bucht - Mednyi Insel

Aber auch so manche interessante Planze sehen können


interessante Pflanze Peregrebnaya-Bucht

Am nächsten Tag fahren wir westwärtes zur Bering Insel, der Hauptinsel und einzig bewohnten Insel im Kommandeur - Archipel.Wir landen im südlichen Teil der Bering Insel, in der Kommandeur-Bucht an.

Blume auf Ostrova-Ushishir

Hier sehen wir nicht nur schöne Blüten

Blume in der Kommandeur - Bucht  - Bering Insel
Blumen auf der Bering Insel

sondern auch das Grab des hier anläßlich seiner Kamtschatka-Expedition gestrandeten und an Skorbut gestorbenen Vitus Bering

Grab von Vitus Bering


Nachmittags gibt's wieder die "unvermeidbare" Zodiac Cruise entlang einiger mehr oder weniger ergiebiger Vogelfelsen. Mich beeindrucken aber vorallem immer wieder diese grünen Berge

grüne Berge - Bering Insel

und die durch Flechten gelbbraun gefärbten Klippen

durch Flechten gelbbrun gefärbte Klippen - Bering Insel

Am Abend wird das Wetter nochmal schlagartig besser und so landen wir nochmals an einer sonnendurchflutenden Buch an

sonnige Bucht - Bering Inselsonnige Bucht - Bering Inselsonnige Bucht - Bering Insel

An einem Küstenabschnitt entdecken wir einen kleinen aber malerischen Wasserfall

malerischer Wasserfall - Bering Insel

und hübsche Blumen

Blüte zwischen dichter Vegetation auf Onekotan

Tags drauf geht's ans Nordkap der Bering Insel, wo sich an einem Strandabschnitt die größte Robbenkolonie der Kommandeur - Inseln befindet

Robbenkolonie - Bering Insel
Robbenkolonie - Bering Insel

Robbenkolonie - Bering Insel

Kormorane können wir hier auch beobachten

Kormorane - Bering Insel

Nachmittags landen wir in Nikolskoye, dem Hauptort und der einzigen Siedlung (ca. 700 Einwohner) der Kommandeur-Inseln. Diese russische Grenz - Siedlung macht auf uns "westliche" Touristen einen furchtbar trostlosen, verfallen und heruntergekommen Eindruck.

Nikolskoye - "Hauptstadt" der Kommandeur - Inseln
Nikolskoye - Hauptstadt der Kommandeur - Inseln
eine der wenigen hübschen Häuser - von Nikolskoye - der "Hauptstadt" der Kommandeur - Inseln

Die freundlichen Bewohner, die aleutische Urbevölkerung und die zugewanderten Russen, sehen das offenbar nicht so, denn sie machen einen durchaus fröhlichen und zufriedenen Eindruck. Ja es soll sogar Internet hier geben, gefunden haben wir aber kein Internet-Cafe :-).
Wir hatten auch besseres zu tun. Etwa einen Besuch des kleinen Museums, in der auch ein Skelett der Steller'schen Seekuh, die bereits 1760 nur 20 Jahre nach Ihrer Entdeckung ausgerettet wurde, ausgestellt ist.

Skelett der Stellerschen Seekuh im Museum von Nikolskoye

Im Ort befindet sich auch ein Denkmal für Vitus Bering, den Entdecker der Kommandeur - Inseln.
Höhepunkt ist aber eine Folklore - Show. Die aleutischen Bevölkerung versucht die Tradition nicht aussterben zu lassen und so kommen Besucher in den Genuß von aleutischer Gesangs- und Tanzdarbietung

Aleutische Folklore - Nikoskoyealeutische Folklore - Nikolskoye

Danach geht's zurück zur Marina Tsvetaeva wo uns ein abendliches Barbecue auf einem Außendeck erwartet.
Schließlich gegen 22.00 nimmt das Schiff Kurs auf das Festland, auf die Halbinsel Kamtschatka.
Am Vormittag landen wir im Mündungsbereich desTschaschma- und Valentina-Fluß im nördlichen Teil des Kronotsky - Nationalparks. Die ganze Regions ist geothermisch aktiv. Es gibt rauchende heiße Quellen, in denen man Baden kann.

Im Kronotsky - Nationalpark - Kamtschatka
Im Kronotsky - Nationalpark

Das ständige feuchte und maritime Klima ist hier für eine Vielzahl von interessanten Pflanzen verantwortlich

Vegetation im Kronotosky Nationalpark
interessante Pflanzen - Kronotsky Nationalpark
mir unbekannte Pflanze - Kronotsky - Nationalpark
mir unbekannte Pflanze - Kronotsky - Nationalpark

Am besten gefällt mir aber diese tiefblaue Schönheit (Orchideenart ?)

handelt es sich hierbei um eine Orchideenart - im Kronotsky - Nationalpark

Am Nachmittag landen wir in der Kamenistaya-Bucht noch immer im Kronotsky - Nationalpark
Noch vor unsere Anlandung entdecken wir von den Zodiacs aus endlich einen Kamatschatka - Braunbären, besser gesagt eine Bärin mit Ihren beiden Jungen, einen steilen Geröllhang hinauskletternd. Leider sind die Tiere für meinen Geschmack zu weit entfernt und vom schwankenden Zodiac sind Aufnahmen auch sehr schwierig zu machen. Ich hätte hier gerne ein lichtstarkes 500er Tele gehabt .....Dennoch

Bären im Kronotsky - Nationalpark

Nachdem sich alle sattgesehen haben und die Auslöser zigmal durchgedrückt wurden, landen wir wie vorgesehen an einem schönen Sandstrand, bei sehr schönem sonnigen Wetter

Strand an der Kamenistaya - Bucht im Kronotsky Nationalpark

Das Hinterland von ist Büschen bedeckt - eine typische Kamtschatka-Landschaft

Landschaft im Kronotsky - Nationalpark

Ein kleiner Wasserfall stürzt von einer Felsstufe

Wasserfall im Kronotsky Nationalpark

Nach 2 Stunden entspannenden Spazierengehens

Die Marina Tsvetaeva liegt vor der Küste des Krontosky Nationalparks

gibt dann die Marina Tsvetaeva plötzlich laute Signale. Das bedeutet, daß wir an Bord zurückkehren sollen, weil sich das Wetter wie sich schon an der Wolkenbildung am Himmel abgezeichnet hat, verschlechtert hat. Vorallem die Windgeschwindigkeit hat doch deutlich zugenommen und man will kein Risiko, schließlich sollen alle Passagiere wohlbehalten an Bord kommen. Naß wird die Rückfahrt zum Schiff dennoch und das Austeigen von den Zodiacs zu einer sehr schwankenen Angelegenheit bei einer Windgeschwindigkeit von etwa 70 km/h.
Ich habe aber schon schlimmeres auf Südgeorgien erlebt.

Am nächsten Tag ankert unser Schiff vor der Vilushinskaya-Bucht. Aber der Luftdruck fällt langsam aber beständig. Tiefhänge Wolken und Nieselregen versperren die Sicht. Vorallem aber sind die Wellen so stark, daß man die Anlandung absagt. So bleibt es auch den ganzen übrigen Tag, sodaß wir heute an unserem letzten Tag nicht vom Schiff können. Der letzte Tag ist somit ähnlich wie die ersten verlaufen.

Am nächsten Tag laufen wir bereits nach sehr stürmischer Seefahrt um 7 Uhr in die Avacha-Bucht ein.
Petropavlovsk-Kamtchatsky liegt wieder vor uns und wir fahren zum Flughafen um unseren 9 stündigen Rückflug nach Moskau anzutreten.

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